Gedanken zum Monat Juni 2011


Liebe Gemeinde,
"Am Sonntag nach Fronleichnam, am 13. Juni (1936) fand die Konsekration der St. Annenkirche durch den Hochwürdigen Herrn Bischof von Berlin statt, worüber genaue Berichte, Photographien etc. bei den Akten sich befinden. Im Anschluss an die kirchliche Feier fand im Gemeindehaus ein Festessen statt, an welchem gegen 70 Personen teilnahmen. Das Essen wurde vom Hotel Kaiserhof in Berlin gestellt" - so vermerkt es die Pfarrchronik der "Heiligen Familie".
Das ist jetzt 75 Jahre her, ein Grund, der Kirchweihe festlich zu gedenken am Sonntag, 26.Juni 2011, auch wenn die Pfarrei St. Annen vor sieben Jahren mit der "Mutter" Heilige Familie fusioniert wurde. Dem Festgottesdienst um 10.30 Uhr folgt das Kirchweihfest ab 15.00 Uhr im und vor dem Gemeindehaus und Kindergarten.
Die Chronik vermerkt für das Jahr 1936 nicht nur festliche Tage, sondern Pfarrer Maximilian Beyer bedrückten Geldsorgen: das "Projekt Kleinmachnow" musste zugunsten von St. Annen verschoben werden. Die Anleihen für eine Neugründung in Kleinmachnow wurden durch die Baukosten von St. Annen aufgezehrt. "Trotzdem ist der Chronist noch nicht aus seinen Geldkalamitäten und Sorgen heraus", schreibt Pfarrer Beyer in die Chronik, um dann hinzuzufügen: "Die Anlage von Kirche und Pfarrhaus bei St. Anna gibt ein schönes städtebauliches Bild, das allgemein als mustergültig bezeichnet wird."
Nicht vergessen sei die Chuzpe (Schlitzohrigkeit) von Pfarrer Beyer, der den damaligen Reichskanzler Adolf Hitler um die Stiftung einer Annenstatue bat mit dem Hinweis, die heilige Anna sei doch so etwas wie die "Reichsmutter", womit er mindestens den Schlesiern aus dem Herzen sprach.
Die Kirche "Heilige Familie" wird am Sonntag, 19. Juni 2011 107 Jahr alt, diesen "Geburtstag" feiern wir um 10.00 Uhr im Gottesdienst mit anschließendem Mittagessen auf der Pfarrwiese.
"Geldkalamitäten" bedrücken unsere Pfarrei auch heute. Der Kirchenvorstand hat in seiner letzten Sitzung nachgedacht, wie ein strukturelles Defizit, das irgendwann auch durch Rücklagen nicht mehr abgedeckt werden kann, behoben werden kann. Besonders die steigenden Energiekosten machen uns zu schaffen. So empfehle ich unser aller Aufmerksamkeit die "Stiftung Heilige Familie" und die beiden Fördervereine (s. Rückseite dieser Pfarrnachrichten), sowie die Kollekte "für die Aufgaben der Gemeinde"! Das wäre doch ein angemessenes Geburtstagsgeschenk,
meint mit herzlichem Gruß
Ihr

Pfarrer Ullrich Hampel


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